Minijob und Gleitzone

Wird ab dem Kalenderjahr 2013 eine Beschäftigung mit einem regelmäßigen Arbeitsentgelt von höchstens 450,00 Euro ausgeübt, so spricht man von einem Minijob. In diesem Fall entfallen die Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Lediglich in der Rentenversicherung ist der Minijobber grundsätzlich beitragspflichtig. Von dieser Versicherungspflicht ist in bestimmten Fällen jedoch eine Befreiung möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Bundesknappschaft oder montags bis freitags von 7.00 bis 19.00 Uhr beim Service-Center der Bundesknappschaft, Tel.: 03 55 / 29 02 - 707 99, Fax: 02 01 / 384 - 97 97 97.

Um den Übergang aus einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis in ein sozial in vollem Umfang abgesichertes Beschäftigungsverhältnis attraktiver zu gestalten, wurde eine Gleitzone für Arbeitsentgelte zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro eingeführt. Durch die Anwendung der sogenannten „Gleitzonenregelung“ ergeben sich für die Arbeitnehmer zwei ihren Nettolohn steigernde Effekte. Einerseits werden die Gesamtbeiträge aus einem reduzierten Arbeitsentgelt berechnet, was insgesamt zu einem geringerem Gesamtbeitrag führt. Andererseits trägt der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil aus dem vollen Brutto-Arbeitsentgelt. Für den Arbeitnehmer bleibt demnach ein höheres Nettoarbeitsentgelt übrig.

Die Regelungen zur Gleitzone sind bei folgenden Personenkreisen nicht anzuwenden:

  • Auszubildende
  • Arbeitnehmer, deren Beiträge aufgrund eines fiktiven Arbeitsentgelts ermittelt werden (z. B. behinderte Menschen in anerkannten Behinderten-Werkstätten)
  • Personen, die an einer Wiedereingliederungsmaßnahme teilnehmen
  • Bezieher von Kurzarbeiter- oder Saison-Kurzarbeitergeld
  • Geringfügig entlohnt Beschäftigte, die auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet haben
  • Geringfügig entlohnt Beschäftigte, die aufgrund der Übergangsregelungen versicherungspflichtig bleiben
  • Personen im Jugendfreiwilligendienst
  • Umschüler

Gleitzonenrechner

Welche Beiträge Sie als Arbeitgeber abführen müssen, können Sie mit dem Gleitzonenrechner selbst berechnen. Gleiches gilt auch für die Umlagebeträge zur Entgelt- und Insolvenzgeldversicherung.