Wenn Online-Sein zur Gefahr wird 

Wird die Nutzung des Internets zwanghaft und bestimmt zunehmend das Leben, wird es Zeit, gegenzusteuern.

Internetsucht – das steckt dahinter 

Smartphone, Tablet oder Laptop – das Internet ist ständig verfügbar. Für viele ist das praktisch. Doch bei manchen wird das Surfen zur Sucht. Wann wird Online-Nutzung problematisch, und wie erkennst du, ob du gefährdet bist?


Mehr als 35 Stunden pro Woche oder sogar über 12 Stunden am Tag: Klingt viel, ist aber keine Seltenheit, wenn es um die Internetnutzung quer durch alle Altersgruppen geht. Was aber können dabei die Folgen für den Alltag sein?

Checkliste für Anzeichen einer problematischen Internetnutzung 

Wie bei anderen Suchterkrankungen gibt es auch hier typische Warnsignale. Wenn mehrere dieser Merkmale auf dich zutreffen, kann eine Internetsucht vorliegen:

  • Ständiges Denken ans Internet
  • Das Bedürfnis, immer länger online zu sein
  • Unruhe oder Gereiztheit, wenn du nicht ins Internet kannst
  • Vernachlässigen von Freundschaften, Schule, Arbeit oder Hobbys
  • Scheitern beim Versuch, die Online-Zeit zu reduzieren
  • Flucht ins Internet, um Probleme oder schlechte Stimmungen zu vermeiden 

Besonders groß ist die Gefahr bei interaktiven Angeboten wie Online-Rollenspielen oder Social Media. Hier entsteht leicht eine Ersatzwelt, in der Anerkennung und Erfolg scheinbar schneller erreicht werden. Problematisch wird es, wenn das Internet nicht mehr als Freizeitbeschäftigung, sondern als Mittelpunkt des Lebens dient. Energie und Aufmerksamkeit fließen in Online-Aktivitäten, während reale Beziehungen, Schule oder Arbeit vernachlässigt werden. Bereits 2011 waren in Deutschland über eine halbe Million Menschen internetabhängig. 5,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen zeigen laut Studien ein problematisches Mediennutzungsverhalten. Tendenz steigend.

Wege aus der Internetsucht 

Wer merkt, dass das Internet das eigene Leben dominiert, sollte aktiv gegensteuern. Oft hilft schon eine bewusste Strukturierung des Alltags. In schwereren Fällen kann professionelle Unterstützung nötig sein:

  • Kognitive Verhaltenstherapie (ambulant oder stationär)
  • Sport- und Bewegungstherapie hilft, wieder ein Gefühl für die reale Welt zu entwickeln
  • Bei begleitenden psychischen Erkrankungen kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein

Das Internet ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – und das ist auch okay. Entscheidend ist der bewusste Umgang damit. Wenn du merkst, dass digitale Medien dein Denken oder Handeln bestimmen, ist das ein Warnsignal. Mit Unterstützung kannst du den Umgang mit dem Internet wieder in gesunde Bahnen lenken und die Kontrolle zurückgewinnen.


Quellen:

  • Wildt, B. T. (2017). Diagnostik und Therapie der Internetabhängigkeit. *PSYCH up2date, 11*, 19–31. Link DOI: 10.1055/s-0043-124392  

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