Markenbotschafter

Justus Strelow 

Du willst wissen, wie du Mindset, Fokus und Athletik eines Spitzensportlers auch für deinen Alltag nutzen kannst? Unser neuer Markenbotschafter und Verbündeter in Sachen Gesundheit, Justus Strelow, erklärt es dir!


Das ist Justus 

Justus zählt zu den weltbesten Biathleten seiner Generation und ist aktuell einer der konstantesten Athleten im deutschen Team. Der gebürtige Sachse ist Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr und trainiert am Bundesstützpunkt Oberhof. Als Sachsens bester Biathlet hat er sich in den vergangenen Jahren fest in der internationalen Spitze etabliert. 

Besonders bekannt ist Justus für seine außergewöhnlichen Fähigkeiten am Schießstand. Konkret war er in der Saison 2023/24 der treffsicherste Schütze des gesamten Biathlon-Weltcup. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Lenzerheide gewann er Bronze in der Single-Mixed-Staffel sowie mit der Mixed-Staffel. 2026 nahm Justus an den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo teil und gewann in der Biathlon-Mixed-Staffel Bronze.


 

Mehr als „nur“ Spitzensport“ 

Nebenbei studiert Justus Wirtschaftsingenieurwesen und ist Autor einer wöchentlichen Biathlon-Kolumne, die online und in Printausgaben der Sächsischen Zeitung erscheint. Dabei steht Justus nicht nur für Topleistungen, sondern auch für Gesundheit, Ausdauer und einen bewussten Umgang mit Körper und Geist. 

Als Markenbotschafter und Kolumnist der BKK VerbundPlus verbindet er seine Erfahrungen aus dem internationalen Spitzensport mit alltagstauglichen Impulsen: Verständlich, authentisch und motivierend. gibt er Einblicke, teilt Gedanken zu Rückschlägen und Erfolgen und schlägt die Brücke zwischen Spitzensport und Alltag. Dabei geht es nicht um höher, schneller, weiter – sondern um dranzubleiben, fokussiert zu bleiben und langfristig gesund zu bleiben.


Vom Topathlet lernen 

In seinen Beiträgen zeigt Justus, wie wichtig klare Ziele und Routinen sind – nicht nur im Wettkampf, sondern auch im Berufs- und Privatleben. Er macht Mut, an sich zu arbeiten, mit Herausforderungen souverän umzugehen und die eigene Gesundheit aktiv in die Hand zu nehmen. 

Hier findest du ausgewählte Videos, Impulse und Kolumnen von Justus. Lass dich inspirieren und entdecke, wie du mentale Stärke, Fokus und Bewegung Schritt für Schritt in deinen Alltag integrieren kannst.


Liebe Biathlon-Fans und Freunde der BKK VerbundPlus, 

als neuer Markenbotschafter der BKK VerbundPlus berichte ich an dieser Stelle jede Woche von meinen Erlebnissen im Weltcup. 

Die Ekstase von Schalke soll mich im Weltcup beflügeln

Von Justus Strelow* 

Allein an der Anzahl von Nachrichten nach meinem Sieg beim „Biathlon auf Schalke“ habe ich gemerkt, wie sehr dieses Event die Fans bewegt. Auch wenn es nicht einmal um Weltcup-Punkte ging, saßen am Sonntag offenbar alle vor dem Fernsehen und haben mitgefiebert. 

Die Ekstase im Stadion war einfach der Wahnsinn. Jedes Mal, wenn ich auf meiner Runde durch den Tunnel in die Arena eingelaufen bin oder am Schießstand meine Serien abgefeuert habe, brandete ohrenbetäubender Jubel auf. Ich war von Anfang an in einem Flow, hatte eine äußerst ruhige Hand und konnte das Rennen gemeinsam mit meiner Kollegin Janina Hettich-Walz einfach nur genießen. Der erste deutsche Sieg seit 2016 hat uns beide reichlich Selbstvertrauen tanken lassen – danke Schalke! 

Die relativ lange Weltcup-Pause rund um den Jahreswechsel nutzen wir Biathleten ansonsten ganz individuell. Jahrelange Erfahrung lehrt einen, was in diesen zwei Wochen das Richtige im Training ist. Mein Kollege Philipp Horn zum Beispiel ist gleich nach den Weihnachtstagen in ein Höhentrainingslager nach Livigno in Italien aufgebrochen. Solche Trainingsreize wären für mich in dieser Phase eher kontraproduktiv, weil ich mich anschließend zu lange davon erholen müsste. Ich dagegen setze auf lange, ruhige Einheiten in der Heimat, um meinem Körper die nötigen Grundlagen und die Substanz für das anstehende Wettkampf-Trimester zu geben. 

Auch an den Weihnachtsfeiertagen habe ich meinen inneren Schweinehund - der sich während der gemütlichen Kaffeetafel mit der Familie selbst bei mir unüberhörbar zu Wort gemeldet hatte - überwunden und bin tapfer auf meine Joggingrunden gegangen: 90 Minuten bis zu zwei Stunden war ich jeweils unterwegs und habe bis zu 20 Kilometer absolviert – aktive Erholung, gemessen an meinen Maßstäben. 

Wie für andere auch, bedeutet mir die ruhigere Zeit zwischen den Jahren einiges. Viele Gespräche, gutes Essen, gemeinsame Spaziergänge. Ich nutze die Pause auch, um den Reset-Knopf zu drücken und wieder Energie für die anstehenden Aufgaben bei den Heimweltcups in Oberhof und Ruhpolding zu tanken. Gleich nach dem Jahreswechsel trainiere ich am Stützpunkt in Oberhof weiter in großen Umfängen, dann allerdings auf Schnee. Jeweils 30 bis 40 Kilometer werde ich auf Skiern zurücklegen. Solche Einheiten sind während der Wettkampfphasen undenkbar, wenn es nach hochintensiven Impulsen der Rennen vor allem um die bestmögliche Regeneration geht. 

Mit vollem Akku und dem positiven Schalke-Gefühl werde ich im Weltcup weiter angreifen. 

Bitte drückt mir weiter die Daumen! 

Euer Justus. 

*Justus Strelow (29) ist Weltklasse-Biathlet und deutscher Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele im Februar 2026 in Italien.

Mein Dank in Oberhof gilt 700 stillen Stars!

Von Justus Strelow* 

Beim Training in der Arena von Oberhof fiel mein Blick in diesen Tagen auf die stillen Stars des anstehenden Weltcups: Uns Biathleten gehört ab Donnerstag zweifellos die Bühne. Wir stehen im Rampenlicht. Aber ohne knapp 700 ehrenamtlichen Helfer gäbe es diese Bühne überhaupt nicht. Mit ihrem großartigen Engagement sorgen sie dafür, dass so ein Weltcup überhaupt stattfinden kann – mit dem Aufbau von Banden und Zäunen im Stadion, als Kampfrichter, Ordner, Shuttlefahrer, Platzeinweiser oder als Animateure. 

Einer von ihnen, Peter Groß aus dem kleinen thüringischen Floh-Seligenthal, packt bereits seit der WM 2004 in jedem einzelnen Jahr mit an! Er ist stolz darauf, dass der Weltcup in seiner Heimat Station macht. Bereits am Sonntag sah ich ihn mit einer großen Schaufel auf der Tribüne stehen und gemeinsam mit mehreren Kollegen sorgfältig die Reihen und Sitzschalen vom Schnee befreien – bei den Wettkämpfen, die am Donnerstag mit dem Sprint der Männer beginnen, sollen die Zuschauer schließlich den maximalen Komfort genießen. 

Peter Groß ist mit über 60 Jahren noch voll berufstätig und spart sich zum Jahresende immer extra zehn Tage Urlaub auf, die er dann für seine unentgeltliche Tätigkeit im Januar einsetzt. Längst ist das Ehrenamt in Oberhof für ihn Familienangelegenheit: Auch seine Frau Corinna macht sich frühmorgens auf den Weg an den Grenzadler. Seine Töchter Isabell und Beatrice reisen sogar extra aus München und Hamburg an. Diesmal sogar Schwiegersohn Tobias. 

Zwar kommen wir Athleten selten persönlich mit all diesen fleißigen Menschen in Kontakt, die es auch an anderen Wettkampforten gibt. Aber ich weiß diesen ehrenamtlichen Einsatz sehr zu schätzen! 

Mit Oberhof startet das zweite Trimester der Saison. Mit nur noch drei verbleibenden Weltcups tauchen am Horizont zwar bereits die Olympischen Spiele auf. Und dennoch halte ich meinen Fokus strikt bei den direkt vor mir liegenden Aufgaben. Alles andere wäre ein schwerer Fehler. Also zunächst alle Kraft auf den Sprint, der aufgrund seiner Kürze ohnehin keine Fehler verzeiht! 

Am Schießstand können sich allenfalls sehr gute Läufer einen Fehlschuss leisten. Der Sprint ist ein Rennen gegen sich selbst: In der ersten Runde geht es gleich mit Vollgas los, in der zweiten versucht man das Tempo irgendwie zu halten und in der dritten Runde geht es mit letzter Energie ins Ziel, bis man kaum mehr geradeaus gucken kann. Vorteil: Schon nach maximal 25 Minuten ist das Rennen vorbei und man regeneriert schnell. 

Mit einer guten Platzierung würde ich mich allzu gerne bei Peter Groß und seinen fleißigen Kollegen bedanken! 

Bitte drückt mir weiter die Daumen! 

Euer Justus. 

*Justus Strelow (29) ist Weltklasse-Biathlet und deutscher Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele im Februar 2026 in Italien.

Mein Pokerspiel um die Olympischen Spiele habe ich beendet

Von Justus Strelow* 

Während unser deutsches Biathlon-Team den ersten Heim-Weltcup der Saison insgesamt als Erfolg verbuchen kann, betrachte ich meine individuellen Leistungen in Oberhof eher als durchwachsen. 

Vor allem beim Stehendschießen habe ich unter komplizierten äußeren Bedingungen mal zu zögerlich und mal mit einem nicht ganz optimalen Timing agiert. In Ruhpolding, beim zweiten deutschen Weltcup, ist gutes und nicht ganz so kaltes Wetter vorhergesagt. Der Schießstand dort ist zudem wenig windanfällig. Ich werde also wieder selbstbewusster auftreten können. 

Stichwort selbstbewusst: Eine Entscheidung im Hinblick auf die unaufhaltsam nahenden Olympischen Spiele im Februar habe ich in Absprache mit meinen Trainern noch vor der Abreise aus Oberhof getroffen: Ruhpolding wird mein letzter Weltcup vor Olympia. Auf einen Start anschließend in Nove Mesto werde ich verzichten. Das wochenlange Pokerspiel ist damit beendet. 

Aktuell belege ich Rang 15 der Gesamt-Weltrangliste. Und verteidige ich diesen Platz bis zum Beginn der Spiele, habe ich in Antholz automatisch einen Startplatz im Massenstart sicher. Eigentlich ein verlockender Gedanke. Um die dafür nötigen Punkte holen zu können, bräuchte ich allerdings erfolgreiche Weltcup-Rennen nicht nur diese Woche in Ruhpolding, sondern auch darauf in Nove Mesto. Dagegen jedoch steht ein enormer Reiseaufwand und eine möglicherweise beeinträchtigte Trainingssteuerung Richtung Olympia. 

Mein Plan sieht daher vor, dass ich nach Ruhpolding lieber noch einmal eine Woche zuhause verbringe und im Kreis meiner Familie auch mental Kraft tanke. Anschließend geht es dann zur direkten Vorbereitung nach Obertilliach, wo ich mich in mittlerer Höhenlage akklimatisieren und für Olympia trainieren möchte. Gleichzeitig erspare ich mir den fortwährenden Blick auf den Stand im Gesamt-Weltcup und die ständigen Rechenspiele im Kopf, wie viele Punkte ich aus welchem Rennen wohl benötige, um Rang 15 zu sichern. 

Vielmehr setze ich mit breiter Brust darauf, dass ich bei den Olympischen Spielen zu den 15 weiteren besten Athleten im Teilnehmerfeld gehören werde und mich dann auf diesem Wege für den abschließenden Massenstart qualifiziere. 

Kein unnötiger Stress also vor dem Saisonhöhepunkt in Italien. Stattdessen eine saubere, ungestörte und erfolgversprechende Olympia-Vorbereitung! 

Bitte drückt mir weiter die Daumen! 

Euer Justus. 

*Justus Strelow (29) ist Weltklasse-Biathlet und deutscher Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele im Februar 2026 in Italien.

Der Weltverband schmälert die Medaillenchancen der deutschen Staffel

Von Justus Strelow* 

Ich muss ehrlich einräumen, dass mich meine Laufleistung auf der jeweils letzten Runde in Sprint und Verfolgung am Wochenende arg frustriert hat. In Ruhpolding konnte ich zum Schluss nicht mehr in der Form gegenhalten, wie ich es mir gewünscht hätte. So habe ich mit dem Ziel vor Augen leider noch wertvolle Plätze eingebüßt. Doch weiter geht‘s: Ich bin froh, dass ich vor den Olympischen Spielen nun noch einen vollständigen Trainingsblock vor mir habe, der nicht durch einen weiteren Weltcup-Start unterbrochen wird. Eine Woche in der Heimat und darauf eine Woche in Obertilliach – solch eine konzentrierte Vorbereitung auf Antholz kann ich gut gebrauchen! 

Positiv stimmen mich die Leistungen mit der deutschen Männer-Staffel: Besonders schön, dass wir es nach Rang fünf in Oberhof nun vor eigenem Publikum in Ruhpolding endlich aufs Podium geschafft haben! In beiden Rennen haben wir bewiesen, dass wir voll konkurrenzfähig sind und sogar um den Sieg mitlaufen können, sollten die anderen großen Nationen nicht gerade ein perfektes Rennen hinlegen. 

Wer genauer hinblickt erkennt indes die Tendenz, dass auch immer mehr kleinere Biathlon-Nationen in die Weltspitze vordringen und den etablierten Teams Paroli bieten. In Ruhpolding ist dies Estland gewesen, und auch Bulgarien war bis nach dem dritten Läufer voll im Kampf um die ersten drei Plätze dabei. Für mich steckt hinter dieser Entwicklung kein Zufall: Hier trägt die gute Arbeit des Weltverbands IBU eindeutig Früchte. Gezielt wird kleineren Ländern finanziell, aber auch mit Zugang zu Know-how und Ausrüstung unter die Arme gegriffen. Auch Nationen wie die Schweiz oder die USA sind deutlich vorangekommen. 

Konsequenz aus der Politik der IBU ist, dass die breiter werdende Konkurrenz an der Spitze unsere Chancen auf eine Olympia-Medaille schmälert. Ich sehe das aber positiv: Biathlon wird zusehends spannender, weil die Vielfalt an Nationen zunimmt und immer mehr Athleten in der Lage sind, um den Sieg zu laufen. Nichts wäre auch für meinen Sport unattraktiver, als wenn sich das Ergebnis eines Rennens bereits vor dem Start ausrechnen ließe. 

Am eigenen Anspruch der deutschen Staffel ändert all dies nichts: Gehen wir vier Männer bei einem Großereignis an den Start, wollen wir aufs Podium. Unser Ziel bei Olympia ist klar und heißt Edelmetall!  

Bitte drückt mir weiter die Daumen! 

Euer Justus. 

*Justus Strelow (29) ist Weltklasse-Biathlet und deutscher Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele im Februar 2026 in Italien.

Mein Countdown für die Olympischen Spiele hat begonnen

Von Justus Strelow

Nach einer Woche Training in der Heimat bin ich seit Montagabend in Obertilliach, um mich dort an die sauerstoffärmere Luft von Antholz, dem in 1.650 Meter Höhe gelegenen Austragungsort der Olympischen Spiele, zu gewöhnen. Obertilliach ist die letzte Etappe vor meiner ersten Teilnahme an den Spielen. Mein Olympia-Countdown hat also begonnen! 

So lange wie möglich möchte ich im Vorfeld die Aufregung allerdings noch von mir fernhalten und bleibe ruhig. Die Tage in Antholz werden mental anstrengend genug und dann noch genug Energie ziehen. Momentan registriere ich die herausragende Bedeutung dieses Großereignisses eher noch an den Reaktionen in meinem Umfeld. Meine Frau Elli hat mir bei meiner Abreise beispielsweise eine selbstgebastelte Olympia-Box mit auf den Weg gegeben. Darin finden sich unter anderem verschiedene Fotos, Karten mit aufmunternden Sprüchen und für jeden der sechs Wettkampftage ein anderer Glückstee. Auch vor Ort werde ich auf Ihre Unterstützung, die meines Sohnes und auf die meiner Eltern bauen können, die sich alle auf den Weg nach Südtirol machen werden. 

In allen sechs Rennen könnte ich in Antholz an den Start gehen. Ich bin einer von vier deutschen Männern, die die Olympia-Norm voll erbracht haben und momentan erkenne ich kein Anzeichen für eine spezielle Einsatzkonzeption, die mir Starts in Einzelrennen punktuell verwehren würde. Zudem bin ich für die Mixed-Staffel eine echte Option und für die Männer-Staffel sollte ich mich als erfahrener und zuverlässiger Startläufer mit guten Leistungen auch zuletzt in Oberhof und Ruhpolding auf jeden Fall ausreichend für eine Nominierung empfohlen haben. 

In beiden Staffeln ist und bleibt mein Ziel eine Medaille. Davon aber auch in den vier Einzelrennen zu sprechen, wäre vermessen. Allerdings: Auch für die Favoriten bedeuten die Olympischen Spiele eine besondere Herausforderung. Es kann viel passieren. 

Bedauerlicherweise dürfen wir Athleten während Olympia nicht als Journalisten tätig sein. Diese Regel soll dem Schutz der exklusiven Medienrechte dienen und etwaige Interessenkonflikte vermeiden. Sportler seien Wettkämpfer, nicht Berichterstatter. Dieser Vorgabe fällt leider auch meine Kolumne bei der BKK VerbundPlus zum Opfer, die ich Woche für Woche gerne für Sie schreibe. Bitte drücken Sie mir alle am Bildschirm die Daumen. Ich werde nach meiner Rückkehr von meinen Olympia-Abenteuern berichten.

Bronze bei Olympia – aber kein ordentlicher Beruf?

Von Justus Strelow

Auf meiner Rückreise von Antholz nach Deutschland hatte ich genügend Zeit, meine erste Teilnahme an Olympischen Spielen in aller Ruhe zu reflektieren. Was bleibt, ist selbstverständlich vor allem der Gewinn einer Bronze-Medaille mit der deutschen Mixed Staffel. Diesen Erfolg wird mir niemand jemals mehr nehmen können! Als kleiner Junge habe ich 2006 meine ersten Spiele bewusst am Fernsehen verfolgt. Und die Siege der deutschen Biathleten damals in Turin haben mich motiviert und träumen lassen. Dass ich nun selbst eine Medaille gewinnen konnte, erfüllt mich mit Stolz und tiefer Zufriedenheit. Ein großes To Do auf meiner Lebenswunschliste habe ich erfüllt. 

Viel ist schon während der Tage von Olympia über den Zustand des deutschen Biathlons diskutiert worden. Natürlich waren uns die Franzosen mit 13 und die Norweger mit elf Medaillen weit voraus. Mit nur einmal Edelmetall waren wir im Vergleich keineswegs ebenbürtig und selbstverständlich hatten wir uns für den Saison-Höhepunkt mehr vorgenommen. Für mich besteht dennoch kein Grund für einen Abgesang aufs deutsche Biathlon. 

Auffällig war nämlich, dass wir in mehreren Rennen den Sprung aufs Podium nur knapp verpasst haben, manchmal bloß aufgrund einer einzelnen Serie am Schießstand. Rang vier von Vanessa Voigt und Platz fünf von Phillip Nawrath im Einzel oder auch die Plätze vier und sieben im Massenstart von Philipp Horn und Philipp Nawrath bereiten mir keine ernsten Sorgen. Abgerechnet wird bei Olympia allerdings immer bloß nach Medaillen. Dass wir die mehrmals nur knapp verfehlt haben, war für mich aber kein Fehler im System, sondern führe ich auf Wettkampf-Pech zurück. 

Ich ziehe zur Verdeutlichung einen Vergleich zum Norweger Sturla Holm Laegreid, der in Antholz bei jedem seiner vier Einzel-Starts eine Medaille gewonnen hat: Dass es für ihn in keinem seiner Rennen Gold geworden ist, sondern zweimal Silber und zweimal Bronze, war für mich ebenso Wettkampf-Pech. Niemand wird doch Laegreid allen Ernstes Unvermögen vorwerfen wollen! 

Was die Sport-Förderung angeht, steht das Biathlon in Deutschland meiner Meinung nach gut da. Eher stößt mir der gesellschaftliche Umgang mit dem Sport generell auf. Ich habe es in jungen Jahren selbst erlebt. Als ich nach meinem Abitur voll auf Biathlon als Beruf gesetzt habe, hieß es oft: „Und machst Du denn auch noch etwas Richtiges?“ Erst jetzt im Erfolg hat sich Kopfschütteln in Verständnis und Respekt gewandelt. In anderen Ländern dagegen erfahren junge Athleten deutlich mehr Anerkennung. In Deutschland gilt „Sportler“ bei vielen leider nicht als ordentlicher Beruf.

x

Unser Markenbotschafter: Justus Strelow

(Bester deutscher Schütze im Biathlon Weltcup)

Mein bester Treffer: die BKK VerbundPlus

Mehr erfahren

x

Unser Markenbotschafter: Justus Strelow

(Bester deutscher Schütze im Biathlon Weltcup)

Mein bester Treffer: die BKK VerbundPlus

Mehr erfahren

x

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne persönlich.

Chatbot

Kontaktformular

Telefon

Weitere Kontaktmöglichkeiten

Mitglied werden

x

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne persönlich.

Kundenservice

Neukundenberatung

Alle Service ansehen

x

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne persönlich.

Anruf Chat

Alle Service ansehen