Gesund durch die Schwangerschaft

Manchmal dreht sich alles um ein gutes Bauchgefühl

Eine Schwangerschaft ist eine Zeit vieler Veränderungen. Wir begleiten Sie durch diese spannende Lebensphase und sorgen dafür, dass Sie bestens versorgt sind und Ihr Nachwuchs gesund und munter ins Leben starten kann. Dafür halten wir viele Zusatzleistungen bereit, um Ihnen ein optimales Betreuungsangebot zu bieten.

Vor der Schwangerschaft

… dreht sich vieles um den Kinderwunsch. Wenn seine Erfüllung auf natürlichem Wege ausbleibt, besteht die Möglichkeit, der Natur etwas nachzuhelfen.

Erfüllen Sie Ihren Kinderwunsch

Während der Schwangerschaft

… steht die Gesundheitsvorsorge der werdenden Mutter und des ungeborenen Nachwuchses im Vordergrund. Es geht vor allem um Risikovermeidung und persönliche, individuelle Betreuung.

Genießen Sie Ihre Vorfreude

Nach der Schwangerschaft

… steht das Leben frisch gebackener Eltern Kopf. Sie brauchen Zeit, um sich an die neue Situation der Elternschaft zu gewöhnen. Nachsorge und finanzielle Themen rücken ins Blickfeld.

Starten Sie ins Babyglück

Vor der Schwangerschaft

Künstliche Befruchtung

Jede zehnte Ehe in Deutschland bleibt kinderlos. Für viele Paare ist die künstliche Befruchtung daher die letzte Hoffnung auf eigenen Nachwuchs.

Paare, deren Kinderwunsch sich nicht auf natürlichem Weg erfüllen lässt, haben Anspruch auf Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen, wenn sie verheiratet und beide bei Beginn des Behandlungszyklus älter als 25 Jahre sind. Die Frau darf dabei das 40. Lebensjahr, der Mann das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Als gesetzliche Krankenkasse übernehmen wir die Kosten in Höhe von 50 % für drei Behandlungen.

Unser LeistungsPlus:

Zusätzlich unterstützen wir Sie bei den ersten drei Versuchen der künstlichen Befruchtung mit je 200 Euro, wenn Sie und Ihr Ehepartner bei uns versichert sind (nur bei In-Vitro (IVF) und intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)). 

Während der Schwangerschaft

Schwangerschaftsvorsorge

Gerade in der Schwangerschaft sind Vorsorgeuntersuchungen für die angehende Mutter und den heranwachsenden Nachwuchs von zentraler Bedeutung. Nur Ärztinnen, Ärzte oder Hebammen können Abweichungen vom normalen Schwangerschaftsverlauf erkennen. Über den Umfang der Vorsorguntersuchungen (z. B. welche Blut- bzw. Ultraschalluntersuchungen wichtig sind) informiert die Ärztin oder der Arzt bzw. die Hebamme.

Der Arbeitgeber muss die werdende Mutter für diese Untersuchungen von der Arbeit freistellen, ohne dass ein Verdienstausfall entsteht oder die Zeit nachgearbeitet werden muss. Voraussetzung ist allerdings, dass die Untersuchungen nur während der Arbeitszeit durchgeführt werden können.

Der gesamte Schwangerschaftsverlauf – dazu gehören auch die Ergebnisse von Ultraschalluntersuchungen und andere Kontrollbefunde – wird im Mutterpass dokumentiert. Dieser wird der Frau zu Beginn der Schwangerschaft ausgestellt und enthält auch wichtige persönliche Angaben.

Alle werdenden Mütter, die in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert oder mitversichert sind, haben Anspruch auf:

  • ärztliche Betreuung: Sie umfasst Untersuchungen zur Feststellung der Schwangerschaft, regelmäßige Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, Beratung, Betreuung während der Entbindung und die Nachsorge.
  • Hebammenhilfe: Sie umfasst Untersuchungen zur Feststellung der Schwangerschaft, regelmäßige Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, umfassende Beratung, Betreuung vor und während der Entbindung, Nachsorge der Mutter und des Neugeborenen bis acht Wochen nach der Geburt.
  • Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln
  • stationäre Entbindung
  • häusliche Pflege und Haushaltshilfe: Alle benötigten Hilfsmittel, Arznei-, Verband- und Heilmittel, die in Verbindung mit der Schwangerschaft stehen, sind grundsätzlich von der Zuzahlung befreit.

Geburtsvorbereitung

Ab der 25. bis 28. Schwangerschaftswoche wird Schwangeren geraten, einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen. Die Anmeldung sollte frühzeitig erfolgen (ab 20. Woche), sonst ist der gewünschte Kurs möglicherweise schon belegt. Die BKK VerbundPlus übernimmt die Kosten für maximal 14 Stunden. Erfahrungsgemäß sind die meisten Kurse bereits so konzipiert, dass keine Extra-Kosten für Sie anfallen dürften.

Im Geburtsvorbereitungskurs erfahren Sie, wie die Geburt abläuft. Vor allem aber lernen Sie Atemtechniken, Geburtsstellungen und Entspannungsübungen. Für viele Frauen ist es zudem beruhigend, sich in entspannter Atmosphäre mit „Gleichgesinnten“ austauschen zu können.

Weitere wichtige Themen sind das Stillen und die Säuglingspflege. Was packe ich in den Klinikkoffer? Was gehört zur Erstausstattung? Was kann ich bei Schwangerschaftsbeschwerden tun? Auch diese Fragen werden im Geburtsvorbereitungskurs beantwortet.

Unser LeistungsPlus:

Seit 2017 bezuschussen wir für eigenständig versicherte Väter auch einen Väter-Geburtsvorbereitungskurs mit bis zu 50 €.

Hebammenrufbereitschaft

Damit die Hebamme Ihres Vertrauens in den letzten Schwangerschaftswochen ständig für Sie bereitsteht, können Sie mit ihr eine Rufbereitschaft vereinbaren.

Unser LeistungsPlus:

Wir erstatten Ihnen die Kosten für die Rufbereitschaft einer zugelassenen und freiberuflich tätigen Hebamme bis maximal 250 Euro je Schwangerschaft.

Haushaltshilfe in der Schwangerschaft

Kann der Haushalt wegen Krankheit, eines Krankenhausaufenthalts oder wegen Schwangerschaftsbeschwerden nicht weitergeführt werden, erstatten wir die Kosten für eine Haushaltshilfe. Ihre Zuzahlung beträgt 10 Prozent der Kosten je Kalendertag, mindestens jedoch 5 Euro, höchstens 10 Euro. Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind lebt, welches das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, behindert oder auf Hilfe angewiesen ist.

Übernimmt der Ehepartner oder ein anderer Familienangehöriger die Haushaltsführung und muss er dafür unbezahlten Urlaub nehmen, zahlen wir den Verdienstausfall (maximal den Vertragssatz des Sozialdienstes abzüglich des Zuzahlungsbetrages).

Unser LeistungsPlus:

Auch wenn Sie schwer erkrankt sind und ambulant behandelt werden, Ihren Haushalt aber nicht mehr führen können, übernimmt die BKK VerbundPlus die Kosten der Haushaltshilfe. Und zwar für bis zu 26 Wochen, sofern eine andere im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann. Die BKK VerbundPlus zahlt die Haushaltshilfe auch, wenn kein Kind im Haushalt lebt.

Baby Care

Die Frühgeburt ist die bedeutendste Komplikation im Verlauf einer Schwangerschaft. Namhafte Ärzte und andere Wissenschaftler haben mit „BabyCare“ deshalb ein Programm entwickelt, das effektiv hilft, Frühgeburten vorzubeugen und Komplikationen zu vermeiden.

Unser LeistungsPlus:

Die BKK VerbundPlus bietet Schwangeren eine kostenlose Teilnahme an diesem Vorsorgeprogramm an. Dabei geht es u.a. um das Rauchen, den Stress, die Ernährung, Infektionen, Vaginalinfektionen, Umzug, Katzen, Alkohol, Kaffee, Sport, Mundhygiene, Chemikalien, Fernreisen, Flugreisen, Krankheiten, Beschwerden, Medikamente und vieles mehr.

Dass das Programm ein Erfolg ist, zeigt der Vergleich zur Kontrollgruppe mit einer verringerten Anzahl von Frühgeburten von fast 30 Prozent!

Was gehört zum BabyCare-Programm?

BabyCare informiert über das Thema Frühgeburt und hilft werdenden Müttern, sich während der Schwangerschaft richtig zu verhalten. Das Programm besteht aus

  • einem Buch, das über alle Risiken (und auch „Nichtrisiken“) gut und wissenschaftlich gesichert informiert
  • Verhaltensempfehlungen zur Verringerung bzw. Vermeidung von Risiken
  • einem Fragebogen, um mögliche individuelle Risiken zu erkennen
  • einem persönlichen Auswertungsschreiben, das Hinweise und Empfehlungen enthält, wie mögliche Risiken vermindert bzw. verhindert werden können
  • einer Rezeptbroschüre.
Sie möchten Ihr BabyCare Paket anfordern?

Versicherte der BKK VerbundPlus können das BabyCare-Handbuch entweder über diesen Link direkt von der BabyCare-Homepage bestellen oder aber bei uns über das Kontaktformular mit dem Betreff „BabyCare“ bzw. telefonisch unter unserer kostenfreien Service-Nummer 0 800 / 22 34 987 anfordern.

Zusatz-Vorsorgebudget

Das Wissen, dass alles okay ist, trägt dazu bei, dass eine Schwangerschaft eine besonders schöne Zeit wird.

Unser LeistungsPlus:

Um Ihnen Sicherheit durch erweiterte Vorsorge in der Schwangerschaft zu bieten, übernehmen bzw. bezuschussen wir über die gesetzlichen Vorsorgeleistungen hinaus die Kosten für vom Arzt zusätzlich empfohlene und durchgeführte Vorsorgeuntersuchungen in folgendem Rahmen (max. 150 Euro je Schwangerschaft):

  • Toxoplasmose-Test
  • Triple-Test
  • 3-D-Ultraschall
  • Farbdoppler-Ultraschall

Unser LeistungsPlus „Stammzellenaufbewahrung mit Vita34“

Mit der Einlagerung von Nabelschnurblut haben Sie bei der Geburt Ihres Babys die Möglichkeit, eine besondere Gesundheitsvorsorge für Ihr Kind zu treffen. Denn Nabelschnurblut ist reich an gesunden Stammzellen, die später einmal lebensrettend sein könnten.

Unser LeistungsPlus:

Die BKK VerbundPlus setzt sich auch hier für die Gesundheit Ihres Kindes ein und kooperiert mit VITA34. Bei der Konservierung des Nabelschnurblutes erhalten Sie als Mitglied der BKK VerbundPlus einen Rabatt von 200 Euro.

Detaillierte Informationen erhalten Sie bei der Telefonhotline von VITA34 unter 0 800 / 034 00 00 oder unter www.vita34.de.

Nach der Schwangerschaft

Rückbildungsgymnastik

Eine Schwangerschaft ist mit erheblichen körperlichen Veränderungen verbunden. Der Körper der Mutter muss immerhin ein zweites Lebewesen mitversorgen und ihm für neun Monate Platz zum Wachsen geben. Neben dem gesamten Organismus ändert sich auch die Physiognomie des Körpers, besonders die Bauchdecke, die Gebärmutter, der Geburtskanal und der Beckenboden werden durch Schwangerschaft und Geburt in Mitleidenschaft gezogen.

Ist das Kind dann endlich da, beginnt der Körper eigenständig damit, sich zu regenerieren und die betroffenen Körperstellen zurückzubilden. Um den Körper dabei zu unterstützen gibt es die Rückbildungsgymnastik. Diese trägt entscheidend dazu bei, die entsprechenden Bereiche zu stärken und das Risiko für Spätfolgen wie zum Beispiel Inkontinenz oder eine Gebärmuttersenkung zu reduzieren. Auch das Stillen trägt übrigens zur Rückbildung bei.

Im Rahmen der Rückbildungsgymnastik wird unter anderem der Beckenboden gestärkt und die Bauchmuskeln wieder in Form gebracht. Allerdings sollten Mütter nach der Geburt schonend mit der Rückbildungsgymnastik beginnen. Welche Übungen geeignet sind, können sie auch mit der Hebamme besprechen. Einige Frauen beginnen bereits im Wochenbett mit sanften Übungen zur Rückbildung, die sie später dann ausbauen.

In jeder Stadt gibt es in der Regel ein umfassendes Angebot an Kursen zur Rückbildungsgymnastik, auf diese Weise können die Übungen sehr gut erlernt und dann auch zu Hause angewendet werden. Viele Mütter wissen bei den Kursen zur Rückbildungsgymnastik jedoch auch zu schätzen, dass sie sich mit anderen Müttern austauschen können und quasi unter Gleichgesinnten sind. Oft entstehen dadurch auch nette Kontakte, die auch nach den Kursen noch gepflegt werden.

Die Kosten der Rückbildungsgymnastik werden von der BKK VerbundPlus in vollem Umfang übernommen und direkt mit der Hebamme abgerechnet.

Elternzeit

Jeder Elternteil hat zur Betreuung und Erziehung seines Kindes bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres gegenüber dem Arbeitgeber einen Anspruch auf Elternzeit. Während der Elternzeit ruhen die Hauptpflichten des Arbeitsverhältnisses. Das Arbeitsverhältnis bleibt aber bestehen und nach Ablauf der Elternzeit besteht ein Anspruch auf Rückkehr auf den ursprünglichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz.

Erwerbstätige Paare können selbst entscheiden, wer von ihnen Elternzeit nimmt. Beide Elternteile können aber auch gleichzeitig bis zu drei Jahre Elternzeit in Anspruch nehmen. Mit Zustimmung des Arbeitsgebers ist eine Übertragung von bis zu 12 Monaten auf die Zeit zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes möglich, zum Beispiel während des 1. Schuljahres.

Wer Elternzeit nimmt, kann in Teilzeit bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten besteht ein Anspruch auf Teilzeitarbeit in der Elternzeit, wenn keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen und die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer mehr als 6 Monate im Unternehmen tätig ist.

Während der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Er beginnt mit der Anmeldung der Elternzeit, frühestens jedoch 8 Wochen vor deren Beginn. In besonderen Fällen kann ausnahmsweise durch die Aufsichtsbehörde eine Kündigung für zulässig erklärt werden. Die Anmeldefrist für die Elternzeit beträgt 6 Wochen, wenn sich die Elternzeit unmittelbar an die Geburt oder an die Mutterschutzfrist anschließen soll, ansonsten 8 Wochen.

Elterngeld

Das sogenannte „Elterngeld“ unterstützt Alleinerziehende und Familien nach der Geburt und schafft somit den notwendigen Freiraum für die Betreuung und Erziehung eines Kindes. Die Voraussetzungen für den Bezug von Elterngeld sind im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geregelt.

Elterngeld wird an Mütter und Väter für maximal 14 Monate gezahlt. Beide Elternteile können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens 2 und höchstens 12 Monate für sich in Anspruch nehmen. 2 weitere Monate gibt es, wenn sich auch der zweite Elternteil an der Betreuung des Kindes beteiligt und den Eltern das Erwerbseinkommen für mindestens 2 Monate wegfällt. Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, können die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.

Die Höhe des Elterngeldes ist abhängig vom durchschnittlichen Monatseinkommen, das der betreuende Elternteil im Jahr vor der Geburt hatte. Es beträgt mindestens 300,- und höchstens 1.800,- Euro. Zur Berechnung der möglichen Leistungshöhe verwenden Sie den Elterngeldrechner.

Weitere Informationen zum Elterngeld bietet die Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de.