Zahnersatz - Kronen, Brücken, Implantate
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Falls ein oder mehrere Zähne fehlen - sei es durch Nichtanlage oder Zahnverlust - sollte diese Lücke durch eine Brücke gefüllt werden. Da die Zähne im Kiefer auf ihre Nachbarn und Gegenüber angewiesen sind, um nicht zu wandern, in die Lücke zu kippen oder durch fehlenden Antagonisten aus dem Zahnfach zu wachsen, ist das Ersetzen eines fehlenden Zahnes wichtig für die gesamte Architektur des Gebisses.

Was ist eine Brücke

Eine Brücke ist ein Zahnersatz, der im Einzelnen aus einem oder mehreren künstlichen Zähnen und mindestens zwei Zahnkronen besteht. Die Zahnkronen (Anker- oder Pfeilerkronen) verankern die künstlichen Zähne im Kiefer und sorgen für die nötige Stabilität, um dem Kaudruck standzuhalten. Hierfür werden gesunde Zähne überkront.

Alternativ zur Brücke kann man

  • Eine Teilprothese einsetzen (vor allem bei größeren Lücken)
  • Implantate setzen
  • Die Lücke ggf. kieferorthopädisch schließen

Mehr Informationen finden Sie hier

Festsitzende Brücken

Sie werden auf ihren Ankerzähnen zementiert und können nicht mehr ohne ihre Zerstörung entfernt werden.

  • Endpfeilerbrücke
    Die am häufigsten eingesetzte Brückenform, bei der das Brückenglied zwischen den verankernden Kronen auf beiden Seiten eingesetzt wird.
  • Freiend- oder Extensionsbrücke
    Bei dieser Brückenform fehlt einer der Endpfeiler; das Brückenglied hängt frei an mehreren miteinander verblockten Kronen.
  • Inlaybrücke
    Dies ist eine Sonderform der Brücke, die auf Inlays, Onlays oder Teilkronen gearbeitet wird.

Abnehmbare Brücken

Sie sitzen zwar fest auf ihren Ankerzähnen, können aber dennoch aufgrund ihrer jeweiligen Befestigungsart wieder entfernt werden.

  • Adhäsiv- oder Klebebrücke (Marylandbrücke)
    Das Brückenglied wird mit einem oder zwei Klebeflügeln an der Rückseite der hierfür nicht überkronten Nachbarzähne befestigt. Hierfür werden die Nachbarzähne rückseitig beschliffen.
  • Teleskopbrücke
    Hierbei sitzt die Brücke auf Implantaten oder einer Kombination aus Krone und Implantat.

Wie lange hält eine Zahnbrücke?

Für die Brücke gilt im Prinzip das Gleiche wie für Zahnkronen. Auch die Lebensdauer liegt ähnlich: 15 bis 20 Jahre sind der Schnitt.

Werkstoffe

Als Materialien für Brücken eigenen sich alle Werkstoffe, die auch für eine Zahnkrone in Frage kommen.: Metalllegierungen, Metallkeramik und Vollkeramik. Standard-Werkstoff sind Metalllegierungen, die mit zahnfarbenem Material (meist Keramik) überzogen werden. Es gibt auch Brücken, die ausschließlich aus zahnfarbenem Werkstoff (wie beispielsweise Zirkonoxid) gefertigt werden. Langzeitprovisorien aus Kunststoff kommen auch häufiger zum Einsatz.

Medizinische Informationen

Der im folgenden beschriebene Ablauf soll nur als generelle Information dienen. Ihr Zahnarzt wird je nach Indikation eine individuell unterschiedliche Behandlung wählen und Sie darüber auch detailliert aufklären.

Die klassische Zahnbrücke

  • Für den Einsatz einer Brücke werden die der Lücke beiderseitig benachbarten Zähne wie für eine Überkronung präpariert.
  • Auch hier werden Sie zunächst ein Provisorium eingesetzt bekommen.
  • In der nächsten Sitzung (Zwischen- oder Gerüsteinprobe) wird die Zahnbrücke probeweise eingesetzt, um ihre Passform zu prüfen. Entsteht hierbei ein Spannungsgefühl oder gar Druckschmerz, wir die Brücke erneut angepasst.
  • Sollte alles gut passen, geht die Brücke zurück ins Zahnlabor für den letzten Schliff (die Prothese wird u. a. mit Keramik verblendet.)
  • Bei einer mehrgliedrigen Brücke erfolgt eine zweite Anprobe.
  • Eingliederung der Brücke: In diesem Schritt werden die Ankerkronen aufgesetzt und fest verklebt, damit ein fester Halt der Brücke gewährleistet ist. Die Brücke selbst wird eingesetzt und nochmals auf Passgenauigkeit überprüft.
  • Der vorläufig letzte Termin ist die Kontrolluntersuchung.